Strom vorrangig selbst nutzen

Photovoltaik: Eigenverbrauch wird zukünftig zentrale Rolle spielen

Die Osnabrücker Sonntagszeitung berichtete in der gestrigen Ausgabe über Neuigkeiten in der Photovoltaik. RENOS Geschäftsführer Torsten Behrens kam ebenfalls zu Wort. Lesen Sie den Bericht hier in Auszügen:

Die Bundesnetzagentur hat die Vergütungssätze für die Monate Mai bis Juli 2013 bekanntgegeben. Aufgrund des bundesweit anhaltenden Zubaus wird die Vergütung in den kommenden drei Monaten um monatlich 1,8% gesenkt. So erhält der Betreiber einer Photovoltaikanlage bis 10 kWp 20 Jahre lang 15,63 Cent für die eingespeiste Kilowattstunde, wenn er noch im Mai ans Netz geht.

Ungeachtet der Diskussionen um das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) hat der Marktmechanismus in der Photovoltaik bestens funktioniert und dazu geführt, dass Photovoltaikanlagen mittlerweile nicht einmal  mehr zu einem Drittel des Kaufpreises angeboten werden, wie vor fünf Jahren. Die fortwährend gefallenen Modulpreise konnten die Vergütungsreduzierung kompensieren, so dass ein in den letzten Jahren nahezu unverändertes Verhältnis von Investitionsvolumen zu Einspeisevergütung besteht.  Historisch niedrige Zinssätze bzw. ein mittlerweile sehr niedriges Investitionsvolumen, das häufig sogar über vorhandenes Eigenkapital erbracht werden kann, sind weitere günstige Bedingungen zum Einstieg in Photovoltaik.

Gleichzeitig ist die Vergütung unterhalb des regulären Strompreises gesunken, wodurch es wirtschaftlicher ist, den erzeugten Strom vorrangig selbst zu nutzen und nur den Überschuss einzuspeisen, wie Dr. Torsten Behrens, Solarfachmann von der Firma RENOS Solar and Green Energy erklärt: „Der Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms wird in Zukunft die zentrale Rolle spielen. Wenn wir uns die Preisentwicklung der letzten 10 Jahre anschauen und dabei die jährlich errechnete Preissteigerungsrate von ca. 5% in die Zukunft fortschreiben, müssen wir uns über die Rentabilität von Photovoltaikanlagen gar keine Sorgen mehr machen“.

Demzufolge wird die Wirtschaftlichkeit vor allem dadurch beeinflusst, wie viel des erzeugten Stroms selber verbraucht wird. Hierdurch werden auch Ost-West-Dächer immer attraktiver, da die Ertragskurven der Anlagen und die Lastprofile der Haushalte sich stärker decken als bei Süddächern. „Die Ertragskurven dieser Anlagen sind flacher, jedoch auch wesentlich breiter, der Sonnenverlauf der Sonne kann in diesem Sinne besser genutzt werden“. Auf das Jahr gesehen erbringen gute Ost-West-Anlagen ca. 80% der Erträge einer Südanlage,  ermöglichen aber einen wesentlich höheren Eigenverbrauchsanteil. Allerdings hängt dies noch mehr von der Qualität der eingesetzten Komponenten ab als bei konventionellen Anlagen. „Auf einer Südanlage bringt mittlerweile fast jedes Modul gute Erträge, bei schwierigen Ausrichtungen wird bspw. die Transparenz des Glases oder das Schwachlichtverhalten der Zellen entscheidender“.

Weiterhin stehen neue Technologien im Fokus, um den Eigenverbrauch zu erhöhen. Regelungstechnik  kann zwischen Photovoltaikanlage und der Waschmaschine oder anderen Stromverbrauchern vermitteln, um die Lastkurve des Haushalts auf die Leistungskurve der Photovoltaikanlage abzustimmen.“ In den Fokus gelangen außerdem Speichermedien. „Interessant sind natürlich modulare Systeme, die sich bei bestehenden Anlagen nachrüsten lassen“, so Dr. Torsten Behrens.

 

 

 

 

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